Nackenschmerzen – Ursachen und Lösungen im Überblick

Dieses Bild veranschaulicht einen alten Mann mit schmerzverzerrtem Gesicht, der sich an den Nacken fasst

Der menschliche Bewegungsapparat sieht sich tagtäglich mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Es wundert daher kaum, dass Nackenschmerzen weltweit am häufigsten zu einer Arbeitsunfähigkeit führen. Frauen und Männer sind von den, in der Regel von den Faszien (netzartiges, elastisches Bindegewebe) und Muskeln ausgehenden Schmerzen gleichermaßen betroffen. Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich die unangenehmen und einschränkenden Beschwerden jedoch effektiv bekämpfen. Wir haben in unserem Beitrag die genauen Ursachen näher beleuchtet und zeigen Ihnen darüber hinaus empfehlenswerte Lösungsansätze.

Unterteilung in akute und chronische Nackenschmerzen

Der Begriff „Nackenschmerzen“ fasst als Oberbegriff die teils quälenden Leiden der Betroffenen zusammen. Je nachdem wie lange die Probleme anhalten, wird hier jedoch zur genaueren Differenzierung nochmals in akute und chronische Nackenschmerzen unterteilt.

Akute Nackenschmerzen sind lediglich von kurzer Dauer und in der Regel harmlos. Lange Arbeitstage vor dem Computer beispielsweise sorgen dafür, dass der Nackenbereich zu stark beansprucht wird. Auch stressige und psychisch belastende Situationen können Auslöser sein. Läuft man beispielsweise Gefahr auf Grund eines erhöhten Stauvorkommens einen wichtigen Termin nicht einhalten zu können, kann diese unschöne und hektische Situation das Entstehen des Leidens begünstigen.
Chronische Nackenschmerzen hingegen treten hartnäckiger und belastender in Erscheinung. Sie halten länger als zwölf Wochen an und werden für die darunter leidenden Personen dementsprechend zu einer harten Bewährungsprobe. Oftmals sind Leiden wie diese Anzeichen einer körperlichen Abnutzungserscheinung. Fälle wie diese müssen zeitnah und ordnungsgemäß behandelt werden, damit keine gravierenden Folgeschäden entstehen – dazu gehören:

  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Entzündungen im Schulterbereich
  • Bandscheibenvorfall
  • Atemprobleme

Die Ursachen für Nackenschmerzen

Der Hals eines Menschen ist in seiner Art und Weise ziemlich besonders. Tagtäglich muss er das Gewicht des schweren Kopfes stemmen und zeitgleich dafür sorgen, dass die Bewegungen flüssig verlaufen. Auch für die Bewahrung des Gleichgewichts ist der Hals extrem wichtig. Mit Hinblick auf diese große Aufgabenvielfalt, ist es nur logisch, dass dieser Bereich des Körpers hin und wieder unter Ermüdungserscheinungen leidet. Verschiedene Einflüsse, wie beispielsweise eine nachlässige Lebensweise oder eine ungünstige Körperhaltung, können die Situation dann weiter verschärfen.

Die Ursachen für Nackenschmerzen sind dementsprechend breitgefächert, sodass man sie nicht an einer Hand abzählen kann. Nachfolgend haben wir mögliche Auslöser in 4 verschiedene Kategorien unterteilt:

  • Muskelverspannungen
  • Verletzungen
  • Verschleiß
  • Anderweitige Ursachen

1. Nackenschmerzen durch Muskelverspannungen

Die bereits zuvor kurz angesprochene Fehlhaltung des Körpers, ist in der Kategorie der Muskelverspannungen der Hauptauslöser für Nackenschmerzen. Sie tritt nicht nur während der Arbeitszeit auf, sondern darüber hinaus auch bei sportlichen Aktivitäten und beim Schlafen. Während des Schlafens beispielsweise, können viele verschiedene Einflüsse Grund für die am darauffolgenden Morgen auftretenden Nackenschmerzen sein. Egal, ob unvorteilhafte Schlafposition, Kopfkissen mit schlechter Qualität oder Matratze, die nicht den Anforderungen des Körpers entspricht – sie alle teilen die Gemeinsamkeit, dass der Nacken früher oder später in Mitleidenschaft gezogen wird.

Über einen längeren Verlauf hinweg wird entweder bewusst oder unbewusst eine schädliche Position eingenommen, die schlussfolgernd eine Muskelverspannung begünstigt und in Nackenschmerzen resultiert. Zusätzliche Auslöser dieser Kategorie sind:

  • Psychische Belastungen
  • Erkältungen & Grippe
  • Luftzüge
  • Zerrungen der Muskeln
  • Schiefhals

2. Nackenschmerzen durch Verletzungen

Auch Verletzungen können kurzweilig, langanhaltend und dauerhaft zu Nackenschmerzen führen. Vor allem zwei spezielle Verletzungsarten stehen in unmittelbarer Verbindung zu Leiden am Nacken:

  • Schleudertraumata
  • Wirbelbrüche

Während beim Schleudertrauma eine abrupte Bewegung des Kopfes, wie man es beispielsweise von Auffahrunfällen kennt, für Nackenschmerzen sorgt, sind es im Bereich der Wirbel vor allem Brüche, die zu derartigen Problemen führen.

3. Körperlicher Verschleiß

Verglichen mit den Muskelverspannungen und Verletzungen, tritt ein körperlicher Verschleiß eher selten von einer Sekunde auf die andere in Erscheinung. Meist sind es die Folgen einer über Monate und Jahre andauernden Überbelastung. Auch Krankheiten können zu einer Abnutzung führen. Folgende Arten sind hier möglich:

  • Bandscheibenvorfall
  • Arthrose
  • Osteoporose
  • Rachitis

Anderweitige Ursachen

Die anderweitigen Ursachen können sich vom Schweregrad her teils stark unterscheiden. Sie alle teilen jedoch die Gemeinsamkeit, dass Nackenschmerzen oftmals bei Betroffenen zu beobachten sind. Dazu gehören:

  • Hirnhautentzündungen
  • Übertragungsschmerzen
  • Tumoren bzw. Metastasen im Halsareal
  • Rheuma-Erkrankungen
  • Abszesse

Maßnahmen bei Nackenschmerzen – effektive Lösungen

Um die für sich richtigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Nackenschmerzen zu finden, ist es wichtig das Ganze individuell zu betrachten. Da die Auslöser von sehr unterschiedlicher Natur sein können, ist es nicht möglich ein pauschales Allerheilmittel zu benennen. Falls die Leiden zu groß werden sollten oder bereits über einen zu langen Zeitraum in Erscheinung treten, ist es unbedingt notwendig die Diagnose von einem Arzt einzuholen. Nachfolgend haben wir drei mögliche Herangehensweisen zusammengefasst, die alle verschiedene Ansätze verfolgen.

Ärztliche Maßnahmen bei Nackenschmerzen – effektiv, aber meist nicht notwendig

Vor allem, wenn es sich um akute Schmerzen oder degenerativen Verschleiß handelt, ist es elementar einen Arzt zu kontaktieren. Mit diversen Therapien kann der Halsbereich wieder beweglicher gemacht und die Schmerzen eingedämmt werden, darunter:

  • Injektionsverfahren
  • Physiotherapie
  • Akupunktur
  • Manuelle Medizin

Beim Injektionsverfahren werden die beanspruchten Nervenwurzeln mit Hilfe von Betäubungsmitteln behandelt. Dies führt dazu, dass die Muskeln eine Entspannung erfahren. Die Physiotherapie beschäftigt sich hingegen mit der Lösung von Verspannungen. Mit speziellen Handgriffen oder Massagen werden problematische Zonen gelockert, damit der Schmerz weichen kann. Die Chiropraktik und Osteopathie, die unter die manuelle Medizin fallen, verfolgen ebenfalls die Lösung von Blockaden, wobei man sich hier jedoch auf die Gelenke konzentriert.

Alle hier beschriebenen Verfahren müssen in der Regel nur bei äußerst schwerwiegenden Problemen im Nackenbereich angegangen werden. Grundsätzlich sind die meisten Beschwerden von harmloser Natur, sodass eine eigenverantwortliche Behandlung durchgeführt werden kann. Mit Hilfe eines hochwertigen Kissens beispielsweise, lässt sich die Schlafqualität deutlich verbessern, was wiederum dafür sorgt, dass der Nacken entspannter ist und Probleme verschwinden. Mit einem vergleichsweise geringen Zeit-Invest lässt sich auf diese Weise schnell Besserung erzielen.

Behandlung von Nackenschmerzen durch eigene Maßnahmen

Nicht immer muss man direkt den Arzt konsultieren, wenn der Nackenbereich einen mit Schmerzen plagt. Gerade die kurzweiligen, akuten Nackenschmerzen lassen sich oftmals durch eigene Maßnahmen gut in den Griff kriegen oder ausschalten. Folgende Lösungsansätze wären dabei möglich:

  • Entspannungsübungen
  • Warmhaltung des Halses
  • Vermeidung von Zugluft
  • Nackenstärkende Sportübungen / Rückensport
  • Regelmäßige Massagen
  • Einnahme von Schmerzmitteln
  • Erhöhung der Schlafqualität

Vor allem der letzte Punkt zeigt bei näherer Betrachtung deutlich, dass es nicht schwer ist etwas aus eigener Kraft heraus zu machen. Die Verbesserung und Optimierung der Schlafqualität kann dabei durch verschiedene Herangehensweisen sichergestellt werden, darunter unter anderem die folgenden:

  • Nutzung eines hochwertigen Kissens
  • Nutzung einer ebenfalls hochwertigen und auf das Körpergewicht angepassten Matratze
  • Verzicht auf Alkohol, Kaffee, Tee und anderweitige anregende Mittel, ca. 2 bis 4 Stunden vor dem Schlafengehen
  • Verzicht auf die Nutzung von Mobilfunkgeräten, Tablets und Co. kurz vor dem Schlafen
  • Regelmäßiges Lüften des Schlafzimmers sicherstellen und eine der Jahreszeit entsprechende Decke verwenden

Die eigene Schlafqualität wird oftmals vernachlässigt und unter den möglichen Ursachen nicht berücksichtigt. Dabei ist es naheliegend, dass bei einem ungeeigneten oder mangelhaften Schlafumfeld der persönliche Nackenbereich extrem leidet – und das Nacht für Nacht aufs Neue. Es ist schlussfolgernd empfehlenswert auf ausgereifte, leicht zu beziehende und effektive Lösungen zu vertrauen, um dem Leiden etwas entgegenbringen zu können. Der Tausch des eigenen Kopfkissens ist meist der erste richtige Schritt.

So sollte ein erstklassiges Kissen durchweg dazu in der Lage sein, den ohnehin schon vom Alltag strapazierten Nacken während der Schlafphase zu stützen. Der Hohlraum, der sich normalerweise zwischen dem Schulterbereich und der Wirbelsäule bildet, wird durch ein derartiges Schlafutensil ausgefüllt, sodass eine Erleichterung für den Nacken das erfreuliche Resultat ist.

Nackenstützkissen aus Memory Foam sind dabei besonders empfehlenswert. Die Gelschaum-Kopfkissen kommen in einer äußerst ergonomischen Machart daher und geben der Halswirbelsäule die verlorengeglaubte Unterstützung zurück. Von dieser schnell zu realisierenden Maßnahme können Seitenschläfer genauso profitieren wie Rückenschläfer. So kann man sowohl Zuhause als auch auf Reisen seine Schlafqualität in die Höhe treiben und sich die flexiblen Eigenschaften zunutze machen, die beispielsweise auch eine Verwendung auf einem Wasserbett zulassen. Zeitraubende und nervenaufreibende Arztbesuche bleiben einem dadurch in der Regel erspart und die Schmerzen lösen sich schnell auf.

Vorbeugende Maßnahmen bei Nackenschmerzen

Oftmals können kleine Änderungen im Alltag schon von entscheidender Bedeutung sein. Ein besserer Bürostuhl, Headset statt Telefonhörer, nackenfreundlicher Abstand hin zum Monitor – kleine Optimierungen wie diese gehören zu denjenigen Maßnahmen, die sich leicht und schnell integrieren lassen und zeitgleich erfreuliche Resultate versprechen. Wie bereits zuvor im Beispiel des Nackenstützkissens thematisiert, lohnt es sich hin und wieder, wenn man einige Dinge hinterfragt und optimiert. Auf diese Weise kann mit geringem Aufwand eine beachtliche Verbesserung der Beschwerden erzielt werden.

Artikel teilen

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on pinterest
Share on email

Beliebte Artikel

Schreib uns eine Nachricht

Produkt zum Warenkorb hinzugefügt!
0 Artikel - 0,00 

Danke für deine Anmeldung!

Bitte überprüfe deinen Posteingang und klicke in der E-Mail auf den Link zur Bestätigung deiner Anmeldung.